Pumuckel wurde vom Pferdeschutzverein KOMET aus fürchterlicher Haltung gerettet und kam im Maerz 2020 zu uns. Er hatte völlig verwahrlost mit einem größeren Hengst in einem vergammelten Schrebergarten gestanden – Müll und Dreck, kaum Futter. Unter dem struppigen Fell waren nur Knochen zu spüren. Dazu hustete er, seine Zähne waren in einem desaströsen Zustand, und er war weder geimpft noch entwurmt.
Die Jahre unter den Hengstmanieren seines früheren Stallgefährten hatten Spuren hinterlassen – sogar einen Rippenbruch hatte er ertragen müssen. Entsprechend verstört war er bei seiner Ankunft. Die ersten Tage wollte er kaum fressen.
Wir führten ihn täglich an der Hand in unseren Garten, ließen ihn behutsam Gras rupfen – erst 20 Minuten, dann 30, dann immer länger. Unser Tierarzt gab ihm ein appetitanregendes Mittel, und nach und nach fand Pumuckel Gefallen an seinem Futterbrei. Adina nahm ihn sofort unter ihre Obhut und umsorgte ihn wie eine Mutter. Er wurde ein fröhliches, selbstbewusstes Pony, das besonders Kinder liebte – und die ihn.
Pumuckel lebte fünf Jahre auf unserem Hof. Dann wurde er krank, und im Dezember 2025 mussten wir ihn leider einschläfern lassen, um ihm ein langsames Sterben zu ersparen.