Als in unserem kooperierenden Tierheim Katzennotstand herrschte, nahmen wir zwei kleine Katerchen auf. Während Anton gesund und sieben Wochen alt war, kam Pünktchen mit gerade einmal knapp fünf Wochen zu uns – viel zu früh für eine Trennung von der Mutter.
Er war bereits mit drei Wochen zusammen mit seinem Geschwisterchen im Tierheim abgegeben worden und dort sehr frühzeitig von der Flasche auf Festnahrung umgestellt worden. Sein Gesichtchen war ständig verschmiert, er hatte anhaltend Durchfall und wirkte müde und krank. Wir waren häufig mit ihm beim Tierarzt, fütterten wieder Welpenmilch zu und bangten um sein kleines Leben – zumal wir erfuhren, dass sein Geschwisterchen im Tierheim verstorben war.
Es dauerte Wochen, bis der Kleine über den Berg war. Immer wieder gab es Rückschläge und erneute Tierarztbesuche. Nach einem dreiviertel Jahr aber war aus Pünktchen ein strammer Kater geworden, der den kräftigen Anton in der Größe sogar eingeholt hatte.
Leider brach seine Katzenleukose mit nur zweieinhalb Jahren voll aus. Diesmal konnten wir ihm nicht helfen.