Theo war in Russland geboren worden und hatte als Schulpony auf einem Pferdehof gelebt. Eine Frau erwarb ihn für ihre viel jüngere, reitbegeisterte Schwester und pflegte ihn viele treue Jahre – auch als die Schwester längst erwachsen und fortgezogen war.
In seinen letzten Jahren nahm er sichtlich ab, obwohl er bereits zweimal täglich mit Futterbrei gefüttert wurde. Da seine Besitzerin ihn nicht mehr häufig genug separiert füttern konnte, bat sie uns um Hilfe.
Bei uns stellte sich heraus, dass Theo nicht nur etliche Zähne fehlten, sondern er auch an Cushing litt. Wir stellten ihn auf der Almwiese neben die anderen Ponys, damit er in Ruhe seinen Brei fressen konnte. Theo nahm zu und lebte sich gut ein – auch wenn er bei allen Ponys gerne der Chef sein wollte.
Leider stellte sich nach wenigen Wochen heraus, dass sein Cushing fortgeschritten war. Nach knapp zwei Jahren mussten wir ihn wegen Nierenversagens schweren Herzens einschläfern lassen. Während ich ihm seinen schönen Kopf streichelte, schlief er friedlich ein.