Ronja kam gemeinsam mit Minou im Dezember 2017 zu uns. Anders als die zurückhaltende Minou war Ronja von Anfang an vertrauensselig und völlig unerschrocken – mit dem Nachteil, dass ihr jeglicher Respekt vor Einzäunungen fehlte. Wir mussten unsere Zäune mehrspannig mit kräftigerem Stromgerät aufrüsten.
Ronja hatte ein gesundheitliches Problem: Ihr Maul war durch Melanome stark verdickt und verhärtet – eine Erbschaft von ihrem Vater, der schon im Alter von etwa 20 Jahren an Melanomen gestorben sein soll. Solange die Melanome äußerlich blieben, war Ronja kaum beeinträchtigt.
Doch schließlich breiteten sich die Melanome in die inneren Organe aus und begannen, den Darm zu verschließen. Als die schwere Kolik begann, ließen wir sie einschläfern – um ihr die fürchterlichen Schmerzen eines Darmverschlusses zu ersparen. Ronja schlief, wie fast alle unsere Pferde, friedlich ein, während wir bei ihr waren und ihren Kopf streichelten. Es war der 10. März 2021.